Hm-dada, hm-dada… Schrammeln im Paradiesgarten

12. Mai 2011

Am Pfingstsonntag, den 12. Juni 2011 führt es mich mit dem Schrammelmusikensemble der JDPh in die Nähe von Marburg. Wir werden im Rahmen der Eckelshausener Musiktage diverse Werke der Gebrüder Schrammel und des Herrn Strohmayer zum Besten geben.

Josef und Johann Schrammel wirkten als Violinisten und Komponisten Mitte der 19. Jahrhunderts in Wien und formierten sich Ende der 1870er Jahre mit dem Gitarristen Alois Strohmayer zu einem Trio,  kurze Zeit später gesellte sich der Klarinettist Georg Dänzer dazu, der zu seiner Zeit einer der gefragtesten Klarinettisten Wiens war und seine Meisterschaft vornehmlich auf der G-Klarinette, dem sogenannten „picksüßen Hölzl“ zur Schau stellte. Dieses „Schrammel-Quartett“ erlangte in Wien und Umgebung schnell Berühmtheit.

Das Schrammelensemble der Jungen Deutschen Philharmonie spielte bereits zum „Freispiel 2010“ in Frankfurt und ergänzt o.g. Besetzung durch einen Kontrabass. Diese Praxis empfiehlt sich besonders für Freiluftkonzerte, da so die Gitarre in den unteren Lagen unterstützt wird und das rhythmische und harmonische Fundament verstärkt wird.

Der Auftritt findet am Sonntag, 12. Juni 2011 im der Baumschule Kuhli in Lahntal-Caldern statt. Informationen finden Sie auf der Homepage der Eckelshausener Musiktage.

Süskinds „Kontrabass“ in Bielefeld 26.03.2011

20. März 2011

Zu einem Kontrabaß-Großereignis lädt die Musik- und Kunstschule Bielefeld am 26. März 2011 ein:

Von 16.30 bis 17.30 findet zunächst das Vorspiel der Kontrabaßklasse von Manfred Rössl in der Rondiste statt. Von barocken Werken wie der Sonate F-Dur von De Fesch bis zum Elefant von Camille Saint-Saens geht die Bandbreite des Repertoires, das der Kontrabaß-Nachwuchs präsentieren wird. Der Eintritt ist frei.

Direkt im Anschluss um 18.00 öffnet sich dann der Vorhang für Patrick Süskinds Theaterstück „Der Kontrabass“. In der Spielzeit 1984/85 war es mit ca. 500 Aufführungen das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen, und so mancher Kontrabassist trägt sich hin und wieder mit dem Gedanken, dieses kurzweilige Monodram einmal selbst zum Besten zu geben. In diesem Fall schlüpft der Kollege Gerhard Christ in die Rolle des gefrusteten Kontrabassisten. Gerhard Christ, seit 1990 Mitglied der Nordwestdeutschen Philharmonie, spielte das Stück bereits 1994 am Stadttheater Herford, es folgten rund 15 Aufführungen in Herford und der näheren Umgebung. Der Eintritt kostet 4,- €.

„Dein ist, ja Dein, was du gesehnt“: Mahler 2 in Bielefeld

14. Januar 2011

Im Januar und Februar steht für mich ein erster persönlicher Höhepunkt auf dem Programm der Bielefelder Philharmoniker: Die Aufführungen der 2. Sinfonie Gustav Mahlers, der sogenannten „Auferstehungssinfonie“.

Deren Entstehungsprozess erstreckte sich über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der erste Satz wurde bereits 1888 begonnen und vollendet, zu dieser Zeit war Mahler noch in Leipzig als Kapellmeister unter Vertrag, wechselte aber noch im gleichen Jahr nach Budapest, um dort den Posten des Operndirektors zu übernehmen. Die weiteren Sätze wurden, bedingt durch die berufliche Belastung Mahlers als Dirigent, erst 1893 und 1894 vollendet. Mahler war zu dieser Zeit bereits 1. Kapellmeister in Hamburg und hatte sich die Theaterferien zum Komponieren freigehalten. Diese Theaterferien waren noch erheblich länger als heute üblich, sie dauerten an manchen Häusern mehrere Monate, und so konnte Gustav Mahler seine Ferientage am Attersee vormittags zum Komponieren nutzen, während er nachmittags der Wanderlust frönte und die Gesellschaft seiner Familie suchte. Die Uraufführung erfolgte schließlich 1895 in Berlin mit dem Philharmonischen Orchester.

Auch mich begleitet diese Sinfonie jetzt schon mehrere Jahre. Als Praktikant der Stuttgarter Philharmoniker durfte ich das Werk zum ersten Mal im Konzert spielen, in der gleichen Spielzeit hörte ich die Sinfonie auch vom Staatsorchester Stuttgart. Zuletzt verfolgte ich die Darbietung des HR-Sinfonieorchesters zur Eröffnung des Rheingau Musikfestivals. Und jetzt darf ich wieder selber den Bogen schwingen. Als Orchester fungieren die Bielefelder Philharmoniker und das Staatsorchester Oldenburg, den vokalen Part besorgen der Bielefelder Opernchor, der Extrachor des Theater Bielefeld sowie der Opernchor des Staatstheater Oldenburg. Gesangssolistinnen sind Iris Kupke (Sopran) und Zdravka Ambric (Alt), die Gesamtleitung liegt bei Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic.

Weitere Informationen zu den Terminen gibt es hier.

reizvoll: sommerliche Bläserserenade 23.-25.07.2010

12. Juli 2010

Neben dem Orchesterspiel ist die kammermusikalische Arbeit für mich stets ein besonderes Vergnügen. Nach dem Streichquintett mit Kontrabaß und den anderen streicherlastigen Ensembles reizt mich immer wieder die Besetzung der Harmoniemusik, also die Arbeit mit Bläsern.

Im Rahmen des Projektes „Bläserserenade“ der Kammermusik-Stiftung Villa Musica werden vom 23. bis 25. Juli 2010 Werke von Wolfgang A. Mozart, Franz Reizenstein und Hans Gàl zu Gehör gebracht. Der Kontrabaß kommt hier nur im „Divertimento“ für acht Bläser, op. 22 des 1911 in Nürnberg geborenen Komponisten Franz Reizenstein zum Einsatz.

Als Divertimento bezeichnet man ein mehrsätziges Instrumentalstück, dieses hat im Allgemeinen einen unterhaltsamen, heiteren bis tanzartigen Charakter und wird in unterschiedlicher Besetzung als „Tafelmusik“ bzw. „Freiluftmusik“ gespielt.

Weitere Informationen zu Terminen, Aufführungsorten und zum Kartenverkauf gibt es hier.

Ein Abend in D-Dur: Kontrabaß-Vortragsabend 18.06.2010

2. Juni 2010

Zum zweiten Mal im Sommersemester 2010 präsentiert sich die Kontrabaßklasse von Heinrich Braun, und zwar am 18. Juni 2010 in der Aula des Goethe-Instituts, Steubenstr. 44, Mannheim.

Beginn ist um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Auf dem Programm stehen  u.a. Werke von Karl Ditters von Dittersdorf, Johannes Matthias Sperger, Frank Proto und Giovanni Bottesini.

Geschüttelt, nicht gerührt: 2. Schlosskonzert 13.06.2010

27. Mai 2010

Im 2. Schlosskonzert präsentiert sich das Collegium Musicum Aschaffenburg mit einem Programm, dessen Werke gegensätzlicher kaum sein könnten. Den Anfang macht ein barock-durchsichtiger Vivaldi, nämlich das Concerto in d-moll für Streicher und Cembalo.

So weit, so gut, nichts Ungewöhnliches. Dann folgt als zweites Werke des Abends: Shaker Loops von John Adams! Hier stellt das Collegium Musicum dem Aschaffenburger Publikum eine gänzlich andere Seite des Ensembles vor, denn zum Standartrepertoire des Orchesters zählen im Schwerpunkt eher Werke vom Barock bis zur frühen Romantik. Adams komponierte „Shaker Loops“ 1978 ursprünglich als Streichseptett, 1983 folgte die hier dargebotene Fassung für Streichorchester. Das Werk ist in die Sätze „Shaking and Trembling“, „Hymning Slews“, „Loops and Verses“ und „A Final Shaking“ gegliedert und bietet den Zuhörern neben einem neuen Höreindruck auf jeden Fall ausreichend Gesprächsstoff für den Heimweg.

Den Abschluss des Konzerts bildet Beethovens Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 9 in der Fassung für Streichorchester von Hubert Buchberger. Wie so oft bei Beethoven scheinen auch in diese Komposition diverse tragische Erfahrungen mit ihn verschmähenden Geliebten eingeflossen zu sein, was den düsteren Eindruck des Werkes erklären könnte. Beethoven selbst sträubte sich lange vor einer Veröffentlichung des f-moll Quartettes. Einen interessanten Artikel über dieses Werk finden Sie auf der Homepage der Berliner Philharmoniker.

„In einem Bächlein helle…“ Forellenquintett 3. bis 5. April 2010

6. März 2010

Ein Leckerbissen für jeden Kammermusik-Kontrabassisten steht im April 2010 bevor: In insgesamt drei Konzerten der Kammermusik-Stiftung „Villa Musica“ steht neben Werken von Othmar Schoeck und Gustav Mahler das beliebte Klavierquintett A-Dur von Franz Schubert, das sogenannte „Forellenquintett“ auf dem Programm. Mit Rainer Kussmaul an der Violine und dem Pianisten Kalle Randalu haben weitere Stipendiaten und ich das Vergnügen, mit hervorragenden Musikern auftreten zu dürfen.

Programm:

Othmar Schoeck: Wandersprüche, op. 42

Gustav Mahler: Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ (Tarkmann-Fassung)

Franz Schubert: Adagio, D 897; „Wanderer“-Lieder; „Forellenquintett“ A-Dur, D 667

Die genauen Konzerttermine finden Sie unter der Rubrik „Termine„.

Es ist gewißlich an der Zeit: Diplomprüfung 01.02.2010

2. Januar 2010

Am 1. Februar 2010 findet im Rahmen meiner Diplomprüfung das öffentliche Rezital statt, und zwar um 20.40 Uhr im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik Mannheim, Neubau.

Programm:

Johann Sebastian Bach: Sonate D-Dur für Gambe und Cembalo BWV 1028

Teppo Hauta-Aho: „Kadenza“ für Kontrabaß solo

Giovanni Bottesini: Elegie und Tarantella für Kontrabaß und Klavier

Gioacchino Rossini: Duett D-Dur für Violoncello und Kontrabaß

Mitwirkende:

Thomas Bronkowski, Kontrabaß

Kyung-A Yu, Klavier

Megaklis Charalampidis, Violoncello

Konzertbesucher sind herzlich willkommen!

Frühjahrsphase der JDPh 25.02. bis 13.03.2010

19. Oktober 2009

Im Februar und März 2010 findet die Frühjahrs-Arbeitsphase der Jungen Deutschen Philharmonie statt. Als Dirigent steht dieses Mal Sir Roger Norrington am Pult, er ist seit 1998 Chefdirigent beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und wird mit uns folgende Werke erarbeiten:

Robert Schumann: Manfred – Ouverture

Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Die Tournee führt uns im Frühjahr 2010 nach Frankfurt, Hamburg, Berlin, Wilhelmshaven, Ludwigsburg, Baden-Baden und Interlaken.

Weitere Informationen zur Jungen Deutschen Philharmonie gibt es hier.

Mut zur Lücke: Bottesini mit Zupforchester 28.11.2009

19. Oktober 2009

So ungewöhnlich ist das auch wieder nicht, aber es verspricht ein spannendes Konzert zu werden. Die Idee entstand schon vor einem Jahr beim Osterlehrgang des „Bund Deutscher Zupfmusiker“, einem jährlich stattfindenden Kurs für Laienmusiker aus der Zupferszene. Dort unterrichte ich seit mehreren Jahren die Kontrabassisten und habe unter den Dozenten nette Kollegen kennengelernt, unter anderem Keith David Harris, der neben seiner Lehrtätigkeit auch dem „Mandolinenclub Falkenstein e.V.“ als Dirigent vorsteht. Und im Gespräch planten wir den Versuch, den Kontrabaß solistisch mit Zupforchester einzusetzen. Die Idee ist nicht neu, bei Youtube finden sich ähnliche Experimente, und so stürzte ich mich in die Arbeit und bearbeitete die „Elegie und Tarantella“ von Bottesini, sowie den „Elefant“ und den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ für Kontrabaß und Zupforchester. Die Ergebnisse werden am 28. November in Falkenstein zu hören sein!

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